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Die Blaue Sense

Im 13. Und 14. Jahrhundert entwickelte sich das Steyrtal zu einem Kernbereich der Eisenwurzen. Schmiede- und Hammermeister erzeugten in insgesamt 17 Betrieben Sensen, Sicheln, Messer, Waffen und Gebrauchsgegenstände. Sie nutzten die Wasserkraft des Rinnerbergerbaches. Die Holzkohle kam aus den umliegenden Wäldern. Die Dynastien Pfusterschmied, Hierzenberger und Zeitlinger prägten mit ihrer Arbeit das Leben in der Region. Vom steirischen Erzberg kam das Rohmaterial. Die Sensen wurden zuerst mühsam mit Handhämmern gefertigt. Im Jahre 1584 erfand der Kirchdorfer Eßmeister Konrad Eisvogel den Breithammer und die Sensenproduktion wurde rationeller. Ab dem 19. Jhdt. wurde die Sense durch technische Neuerungen verdrängt - der Hämmerklang erlosch in den Tälern.

 

Der erste urkundlich erwähnte Besitzer der “Schmiede an der Leithen” war Sigmund Pfusterschmied 1603. Im Jahre 1871 übergab der kinderlose Gottlieb Hierzenberger das Werk seinem

Neffen Ludwig Zeitlinger. Bis heute ist es in Familienbesitz.